VIP VIEW - Teil 11/16 (24.07.2012)

Liebe Leserinnen und Leser,

lesen Sie hier das Exposé zur elften Kurzgeschichte aus Nick Evans Kurzgeschichten-Sammlung VIP – very impertinent people (Stories von Leben und Tod).



VIP VIEW – Teil 11


rosemaries eier

Rosie und Theresa sind Freundinnen seit ihrem sechsten Lebensjahr und teilen alles – sogar ihre Männer. Als sie am Abend auf die Rolle gehen, scheint jedoch der Wurm drin zu sein. Erst als Theresa entnervt den Club verlässt und auch Rosie eine Stunde später ihre Rechnung bezahlen will, erscheint mit Walter, Mitte bis Ende sechzig Jahre, die gut gekleidete Rettung des Abends.
Als die beiden Frauen sich eine Woche später bei Rosie zu Hause treffen, ist Walter immer noch da. Nicht ganz freiwillig und in einer äußerst demütigenden Situation, wie Theresa nach einem Blick auf den ans Bett gefesselten Mann im Schlafzimmer feststellt – aber das ist den beiden Frauen gerade recht. Denn eins steht fest: Sie werden auf ihre Kosten kommen.



vip

Rechte an VIP wieder bei Nick Evans (13.06.2012)

Liebe Leserinnen und Leser,

nach 10 Jahren liegen sämtliche Rechte an der Verwertung von Nick Evans Kurzgeschichten-Sammlung VIP-very impertinent people (Stories von Leben und Tod) wieder beim Autor selbst. Somit hat sich leider bestätigt, was ich bereits kurz nach dem Start unseres Blogs
am 17.02.2010 geschrieben habe. Die Wahl der Möglichkeit, seine Kurzgeschichten über einen Druckkostenzuschussverlag zu veröffentlichen, hat sich nicht nur als suboptimal, sondern als fatale Fehlentscheidung erwiesen.
Für einen mittleren vierstelligen Betrag sollte man mehr erwarten dürfen, als einmalig und einer unter vielen in irgendeinem Verzeichnis von Neuerscheinungen aufgeführt zu werden. Damit nämlich hatte sich (bis auf den Druck einer überschaubaren Anzahl von Autorenexemplaren, Exemplaren für den Autor, die von diesem rabattiert zu Werbezwecken genutzt werden konnten und einigen weiteren, die vom Buchhandel beim Verlag abgerufen werden konnten – aber niemals auch nur irgendwo im Handel vorrätig waren) die Gegenleistung des Verlags schlichtweg erschöpft. Um alles weitere sollte sich der Vertragspartner (in diesem Fall eben der Autor) selbst kümmern, was zwangsläufig mit weiterem Aufwand – zeitlich und finanziell – verbunden gewesen wäre.

Vielleicht waren die Informationen damals nicht ausreichend. Vielleicht war der damalige Zeitpunkt für die Veröffentlichung unglücklich gewählt und man hätte noch warten sollen. Vielleicht waren wir uns zu sicher, dass das schon so funktionieren wird. Oder vielleicht fiel die Wahl nur auf den falschen DZV. Ganz sicher war es jedenfalls sehr blauäugig, diese Option zu wählen und den Schuh muss ich mir anziehen.
An anderer Stelle habe ich schon einmal darauf hingewiesen, dass ich Nick Evans Buch zu einem wesentlichen Teil mitfinanziert habe. Ich habe ihm letztlich dazu geraten, es auf diesem Weg zu versuchen und ich habe vor mehr als 10 Jahren die Gespräche mit dem Verlag geführt. Doch Jammern hilft hier nicht weiter und in meinem Leben habe ich noch nie so einfach das Handtuch geworfen. Wie also geht es weiter?

Nach wie vor bin ich davon überzeugt, dass Nick Evans Kurzgeschichten-Sammlung Potential hat. Auch die Möglichkeiten, sich heute mit seinen Werken einem größeren Publikum zu präsentieren, haben sich weiterentwickelt. Es gilt demnach, diese Basisvoraussetzungen für eine zweite Chance zu nutzen.

Obwohl Nick in seiner ihm verbleibenden Freizeit akribisch an umfangreichen Manuskripten arbeitet, wird er nach wie vor in unregelmäßigen Abständen Kurzgeschichten exklusiv für dieses Blog zur Verfügung stellen. Es liegt allerdings in der Natur der Sache, dass eine Veröffentlichung der Kurzgeschichten aus VIP hier im Blog keinen Sinn macht. Mit
lady w. wurde am 01.03.2010 bereits eine komplette Kurzgeschichte aus dem Buch für jede/n Leser/in zugänglich gemacht. Dabei wird es auch zukünftig bleiben.

In unserer Reihe VIP VIEW, welche Sie im VIP ARCHIV finden, haben wir bisher zehn von insgesamt sechzehn verbleibenden Kurzgeschichten aus dem Buch als Exposé vorgestellt. Diese Reihe wird auch weiterhin fortgeführt werden.
Zudem ist nunmehr allerdings beabsichtigt, Ihnen demnächst zusätzlich Leseproben zu jeder Story aus VIP exklusiv hier im Blog anzubieten. Anfang 2013 werden wir das Buch dann erneut per Book-on-Demand publizieren, so dass Sie bei Interesse die Möglichkeit haben, die komplette Kurzgeschichten-Sammlung als Ebook oder in gedruckter Version käuflich zu erwerben. Über den Preis müssen wir uns noch ein paar Gedanken machen. Er wird aber definitiv weit unter dem ursprünglich für die Verlagsversion festgelegten Preis liegen.

Wir haben also noch eine Menge Arbeit vor uns. Doch ich hoffe, dass Nick dann endlich die Anerkennung erhält, die er meiner bescheidenen Meinung nach verdient hat. Die Zukunft wird es zeigen…

In diesem Sinne… so long… und hoffentlich bis bald!



vip

Reif zur Veröffentlichung? (04.05.2012)

Kurzgeschichten schreiben – mehr als nur ein Hobby? (Teil 3)

Liebe Leserinnen und Leser,

mit diesem Artikel zum Thema Kurzgeschichten schreiben – mehr als nur ein Hobby? verlasse ich kurz den ursprünglich geplanten chronologischen Faden dieser Serie, weil er zum einen sehr aktuell ist und zum anderen hervorragend in die Rubrik passt.

Die Zeit, die zwischen den Veröffentlichungen meiner letzten beiden Kurzgeschichten liegt, beträgt mehr als 7 Monate! Für ein Kurzgeschichten-Blog, das natürlich von neuen Inhalten lebt, ohne die es keine nennenswerte Zahl an (auf Dauer wiederkehrenden) Besuchern gibt und das ohnehin mit einem schier übermächtigen Wettbewerb zu tun hat, eigentlich eine traurige Angelegenheit. Zumal ich selbst bereits ein anderes Ziel für unsere Präsenz kommuniziert hatte und das Portfolio in Bearbeitung befindlicher Stories (zumindest mich betreffend – bei Nick haben andere Prioritäten z.Zt. Gültigkeit) nicht schlecht gefüllt ist.

ABER…

Mit dem ABER, das ist immer so eine Sache! Ich will mich hier gar nicht auf die billige Art und Weise herausreden, sondern es genau so schildern, wie es ist.

In der Art, wie Sie das Blog heute vorfinden, war es ursprünglich überhaupt nicht geplant! Und auch nach mittlerweile mehr als zwei Jahren im Netz bin ich mir relativ sicher, dass Sie noch nicht die Endversion unseres Auftritts gesehen haben.
Das ganze war damals noch als ein Spaß - nennen Sie es - aus einer Bierlaune heraus - und als Überraschung für Nick gedacht, der mit dem Erstellen einer eigenen Internetpräsenz bis heute nicht allzu viel am Hut hat. Es sollte lediglich ein Fan-Blog für eine alles in allem zunächst doch sehr übersichtliche Gemeinde werden. Somit wäre auch die für mich damit verbundene Arbeit in einem überschaubaren Rahmen geblieben.
Erst während der Arbeit mit und an dem Blog reifte langsam die Erkenntnis in mir, dass alle bis dato investierte Zeit vergebens gewesen wäre, hätte ich es auch weiterhin nur so nebenher betrieben und mit Inhalten gefüllt.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch! Bezüglich der Qualität eines Internetauftritts wird es i.d.R. immer geteilte Meinungen geben. Sei es die graphische Umsetzung oder die inhaltliche Gestaltung. Wir sind ein noch sehr junges Blog und von Perfektion weit entfernt. Sowohl das eine, als auch das andere betreffend.
Doch sollte SEO irgendwann einmal unser einziges Problem darstellen, wäre ich auch bereit, professionelle (und somit wahrscheinlich kostenpflichtige) Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Aber (da ist schon wieder dieses Wort!) sein wir doch einmal ehrlich: wenn nicht bereits die Ladezeiten einer Seite Ihre Geduld über die Maßen strapazieren, die benutzten Farben keinen epileptischen Anfall bei Ihnen auslösen und das Schriftbild einigermaßen ordentlich ausfällt, kommt es doch hauptsächlich auf den Inhalt an, oder?

Was meine Artikel und natürlich unsere Kurzgeschichten im besondern Maße anbetrifft, haben wir hier sehr wohl kontinuierlich die Möglichkeit, uns weiter zu entwickeln.

Warum ich Ihnen das alles erzähle?

Nun; ich komme auf den eingangs erwähnten zeitlichen Abstand zwischen den beiden zuletzt eingestellten Kurzgeschichten zurück:
auch wenn Sie selbst noch nie eine Geschichte o.ä. geschrieben haben, hat die/der eine oder andere von Ihnen vielleicht schon einmal einen Brief gelesen, den er einige Zeit zuvor selbst verfasst hat. Und es kommt manchmal vor, dass man plötzlich einen Rechtschreibfehler entdeckt, der einem auch nach dem xten Überlesen des Briefes verborgen geblieben ist. Oftmals findet man Formulierungen, die man im Nachhinein vielleicht anders gewählt hätte. Und hin und wieder einzelne Sätze oder ganze Passagen, auf die man auch gänzlich hätte verzichten können.

Ebenso verhält es sich mit meinen Kurzgeschichten. Nicht umsonst lasse ich fertige Geschichten mittlerweile monatelang auf Eis liegen. Das macht sie noch immer nicht perfekt. Meiner Meinung nach jedoch um einiges besser.
Es gibt bereits veröffentlichte Kurzgeschichten von mir im Blog, die ich heute wahrscheinlich in dieser Form nicht mehr veröffentlichen würde. Warum ich sie damals so hier eingestellt habe, wird in weiteren Folgen zu dieser Serie klar werden. Inzwischen habe ich jedenfalls festgestellt, dass sich nach einiger Zeit z.B. zwei verschiedene Stories zu einer Kurzgeschichte zusammenfassen lassen. Das liegt z.T. in der Aktualität von Allerweltsthemen begründet, die mich zwischenzeitlich geradezu anspringen und die mir plötzlich die Möglichkeiten geben, Handlungsfäden zu verknüpfen, die ich ursprünglich mit einem völlig anderen thematischen Hintergrund verbunden hatte. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil beim Verfassen von Kurzgeschichten (im Gegensatz zu Novellen/Romanen).

Nicht zu vergessen bleibt, dass oftmals nur geringfügige Änderungen des Textes, das Weglassen von einzelnen Sätzen oder ganzer Passagen, eine geänderte Absatzgestaltung oder lediglich die Anpassung des Titels der Kurzgeschichte derselben eine vollkommen andere Richtung geben und ihre Grundaussage in einem völlig anderen Licht dastehen lassen können.

Die Idee zu
WALKER ist noch gar nicht so alt. Und für das Gerüst habe ich gerade einmal fünf Minuten gebraucht. Während der Fertigstellung ließ ich mich jedoch immer wieder durch ein anderes Thema ablenken (das passiert mir übrigens sehr häufig), welches mich parallel hierzu beschäftigte, für welches ich eigentlich eine eigenständige Story vorgesehen und für die bereits seit langer Zeit ein fertiges Gerüst gestanden hatte.
Inzwischen können Sie sich sicher vorstellen, was passiert ist!?

Ich bin überzeugt davon, dass es nur von Vorteil sein kann, sich nicht konsequent an einem Thema festzubeißen und womöglich irgendwann an einer Schreibblockade zu verzweifeln. Neue Idee, neue Geschichte. Und nach einiger Zeit fügt sich beinahe alles fast wie von selbst zusammen. Bei mir funktioniert das jedenfalls.

Somit ist auch nicht ausgeschlossen, dass zukünftig wieder in erheblich kürzeren Abständen gleich mehrere neue Kurzgeschichten hier veröffentlicht werden können. Je größer das Portfolio an Ideen und begonnener Stories, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit dafür. Und um es mit einem letzten ABER abzuschließen: sich deshalb (zumindest zeitlich) selbst unter Druck zu setzen, macht nun überhaupt keinen Sinn.
Egal, was man im Leben anfasst; meistens leidet unter derart ungünstigen Voraussetzungen die Qualität dessen, was man als Ergebnis abliefert.


Fortsetzung folgt…


vip